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Betonplatten sind laut Definition Bauteile die aus Beton bestehen und als Bodenbelag oder Straßenbelag eingesetzt werden.
Beton zählt zu den künstlichen Gesteinen und besteht aus Zement und Betonzuschlag wie Sand, Kies und Splitt. Zusätzlich können noch Betonzusatzstoffe enthalten sein.
Betonplatten werden am häufigsten nach dem sogenannten Hermetikverfahren hergestellt. Es eignet sich für Platten mit einer Dicke von etwa 5 bis 12 cm. Der Herstellung selbst findet in der Regel mit einer Drehtischpresse statt, wobei verschiedene Betonsorten verwendet werden. Die gängigsten Sorten hierfür sind Vorsatzbeton und Hinterbeton. Der Hinterbeton ist später nicht sichtbar und bildet die Grundschicht der späteren Platte. Der Vorderbeton ist dünnflüssig und bildet die sichtbare Oberfläche der Betonplatte. Er lässt sich hinsichtlich der Farbe und der Körnung individuell gestalten.
Der Vorsatzbeton wird als erstes in die Pressform eingefüllt und durch Rütteln gut verteilt. Anschließend kommt der Hinterbeton dazu und die Füllung wird durch Pressen verdichtet. Dabei herrscht ein Druck von bis zu 1.200 Tonnen. Bei diesem Druck verbinden sich beide Betonsorten homogen. Anschließend wird die Betonplatte entnommen und auf eine Oberfläche aus Metall oder Holz gelegt, hier wird der Beton dann abbinden.
Ein anderes Verfahren ist das Nasspressverfahren. Es ist dem oben beschriebenen Hermetikverfahren jedoch sehr ähnlich. Der Unterschied besteht darin, dass bei diesem Verfahren nur eine einzige Betonsorte verwendet wird. Der Vorteil ist, dass dadurch sehr dünne Betonplatten hergestellt werden können.
In der Vergangenheit wurden Betonplatten gestampft, dieses Verfahren wird heute aber nicht mehr angewendet und gilt bereits als veraltet.
Nach dem Abbinden können die Betonplatten auf verschiedene Art und Weise weiterbearbeitet werden. Zu den wichtigsten Methoden zählen das Schleifen und das Strahlen. Das Strahlen kann entweder nach dem Schleifen geschehen oder separat, d.h. ohne Schleifen. Es ist auch möglich nur Teile der Plattenoberfläche zu strahlen und andere unbehandelt zu lassen. Hierfür verwendet man entsprechende Matrizen.
Das Rumpeln zählt ebenfalls zu den Methoden der nachträglichen Bearbeitung. Hierbei werden die Betonplatten mit einem hammerähnlichen Werkzeug abgeklopft. Mit dem Vorgang des Absäuerns werden Reste von Zement sowie größere Rauigkeiten an der Oberfläche entfernt.
Anschließend kann eine Beschichtung auf die Platten aufgesprüht werden, um sie widerstandfähiger gegenüber Verschmutzung und Wettereinflüsse zu machen.
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